Eine Nicht-Weihnachtsgeschichte

Weihnachten steht vor der Tür… Jedes Jahr wieder und dieses Jahr ist es das erste Mal, wo ich wirklich kompromisslos keinen Bock mehr auf die Feiertage habe. Und bevor sich jetzt jemand dazu berufen fühlt, den Geist der vergangenen Weihnacht zu machen 😉 mal ein Versuch einer Erklärung.

Ich komme aus einer Familie, die Weihnachten unglaublich traditionsreich gefeiert hat. Die Selben Dinge Jahr für Jahr, in so einer Tradition kann ja auch was beruhigendes liegen, nicht? Zusätzlich komme ich aus eine sehr religösen Familie für die Weihnachten auch tatsächlich immer ein sehr wichtiges religiöses Fest ist. Ich würde sogar sagen, dass dieser Aspekt überwiegend für die Weihnachtsgestaltung verantwortlich ist.

Nun, ich wohne mittlerweile mit meiner eigenen Familie allein. Ich habe gänzlich andere Werte und Vorstellungen als meine erweiterte Familie. In meiner Kindheit war Weihnachten immer eine höchst religionsbezogene Sache. Das ist mittlerweile nicht mehr so. Und in mir sträubt sich alles dagegen, jetzt einfach so zu tun als hätte es den religiösen Aspekt dieser Feiertage für mich nie gegeben und es einfach trotzdem zu feiern.  Ich seh den Sinn nicht. Und was die Familie in der ich aufgewachsen bin angeht; nunja, die gibt es seit letztem Jahr Weihnachten nicht mehr. Das letzte Weihnachtsfest war schon eine einzige, große Farce.

Um besonderes Zusammensein mit meinem Mann und den Kindern zu feiern brauch ich keinen Baum, der mir eh nur alles vollnadelt, keine nervige Deko die nur zum Staubfang da ist und die man 3 mal am Tag neu aufbauen muss aufgrund von Kleinkindern und 3 Katzen und ich brauche erst recht keine zig Personen, die sich einmal im Jahr per Weihnachtskarte melden und dann bis zum nächsten Dezember wieder vergessen werden.

Und ja, man könnte jetzt mit dem Argument kommen, dass ich mir so eine schöne Zeit davon doch nicht kaputt machen lassen sollte. Stimmt. Theoretisch. Aber im Endeffekt habe ich gar nicht das Gefühl, dass mir da jetzt was fehlt oder „kaputt“ ist. (Zumindest nicht auf das Fest bezogen, ne? ;)) Im Gegenteil, es fühlt sich beinahe wie ein Befreiungsschlag an. Ich will diese ganzen Kindheitstraditionen nicht. Ich bin mittlerweile an einem Punkt in meinem Leben, wo ich nicht mehr bereit bin irgendetwas zu tun nur, weil man es schon immer so gemacht hat. Oder weil es doch „immer sooooo schön war.“ Es gibt genug Dinge im Leben die man tun muss, bei denen man keine Wahl hat. Bräuche und Traditionen mit denen ich mich nicht mehr identifizieren kann und die mir persönlich nichts bringen gehören nicht dazu.

 

 

P.S.: Es gibt trotzdem Geschenke. Alles Andere wäre auch nicht so nett gegenüber den Kindern. Die haben groß in Holland Nikolaus gefeiert und sind happy. 😀 Und alle Anderen bekommen Post von mir.

Oh, und eine kleine Bitte: Falls mir irgendwer was schenken möchte: Keine Bücher! Zumindest keine Romane. Ich habe hier c.a. 65 Bücher liegen die ich noch lesen muss und weitere 480 EBooks auf meiner Festplatte. Sachbücher zu meinen Lieblingsthemen wären allerdings ok… 😉

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