Monatsarchiv: Dezember 2010

Tip, tap, tip, tap…

What the Icon says…

Zwischen den Jahren, jedes Jahr wieder eine merkwürdige Zeit. Es passiert so wirklich gar nix und alle halten den Atem an…

Boring!

Ich sympathisiere da ja ein wenig mit Sherlock Holmes oder Dr. House. Der Alltag ist sowieso schon langweilig genug, aber er wird noch ne Ecke schlimmer, wenn sich alle um einen herum damit zufreidengeben, dass halt auch nix passieren soll. Ruhe nennen sie das dann. Entspannung. Doch damit hat das Ganze nicht wirklich was zu tun. Sich etwas Ruhe gönnen ist ja nichts schlimmes. Aber das, was momentan zelebriert wird ist etwas anderes. Ich nenne das geistige Dehydration.

Aber my, wir haben noch 2 Tage, dann ist 2010 zum Glück auch erst mal vorbei. Auch wenn das Jahr vereinzelte Highlights hatte (Schottland, Kurztrips und Stephen Moffat) überwiegen doch die negativen Dinge, an die ich mich spontan erinnern kann. Ein anstrengendes Jahr, nicht ganz so brilliant wie ich gehofft hatte. Aber in ein paar Tagen kann man ja einen neuen Versuch wagen. Immerhin stehen ein paar nette Dinge 2011 auf dem Zettel. Unter Anderem Rømø (für die nicht Nordler: Er wird Röm oder friesisch Rem ausgesprochen, nicht Römö…), die Pampa im Sommer, Fedcon 20 und 3 Wochen frei für mich wenn J und die Kinder auf Vater-Kind-Kur fahren.

Aber man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Letztes Jahr um diese Zeit war ich extrem optimistisch 2010 gegenüber… 😉

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Oi, oy, Oyo…

Also, nachdem ich nun 2 1/2 Bücher auf dem Oyo gelesen habe mal ein kleiner Testberich, den ich für’s Forum geschrieben habe. Könnte aber auch für jeden anderen, der mit dem Gedanken spielt sich einen eBook Reader zuzulegen interessant sein.

Es ist unlaublich pratisch. :nick:

Aber ausführlicher:

Natürlich ist es nicht das gleiche „Feeling“ wie ein Papierbuch. Klar. Aber mich persönlich stört das überhaupt nicht. Ich lese selten um „des Lesens“ Willen, sondern nur wegen des Inhalts. Mit ist es relativ egal ob dieser Inhalt nun auf Papier steht oder wo anders. Und da ich in den letzten Jahren unglaublich viel in PDF Form gelesen habe kommt mir der Reader gerade recht. 😉

Er ist handlich, gut verarbeitet und tut genau das was er soll. Der Oyo liegt sehr gut in der Hand und man kann sich aussuchen, ob man per Taste oder per „wisch“ (IPhone-Benutzern ist das ja schon in Leib und Blut übergegangen ;)) blättern will.
Das Software-Update für die Firmware löst das Problem des langsamen Umblätterns und verbessert den Kontrast noch mal deutlich. Damit hatte sich mein Hauptkritikpunkt auch schon erledigt. :nick:

PDFs werden vom Reader in Fließtext umgewandelt und erstaunlich schnell verarbeitet. Eine 1,5 MB PDF dauert vom Öffnen her etwa genau ao lange wie mein Netbook auch dafür braucht.
Weiterhin vorteilhaft ist, dass der Reader die original Seitenzahlen der PDFs beibehält, auch wenn man sich nicht die ganze Seite auf einmal anzeigen lässt. (Was beim Durchschnittsdisplay eines Reader mit 6 Zoll auch echt unleserlich wäre…) Die Schriftgröße kann man auch selbst bestimmen.

Sofern man in einem Ebook Formal liest (epob, lit usw…) kann man zusätzlich die Schriftart je nach Gusto verändern. Lesezeichen mit Notizfunktion setzen kann man beliebig und sie sind gut zu verwalten. Die Tastatur, die der Reader anzeigt sieht auf den ersten Blick etwas komisch und für breite Finger ungeeignet aus, funktioniert jedoch erstaunlich gut. Selbst wenn ich recht grob und ohne genaues hinsehen tippe erwischt er irgendwie immer die richtigen Buchstaben. Ich habe zum testen mal einen Blogeintrag auf dem Reader verfasst und ich musste keinen einzigen Buchstaben korrigieren. Eine sehr vorbildliche Touch-Tastatur, sowas genaues hab ich noch bei keinem Handy erlebt… 😀

Ich habe außerdem festgestellt, dass ich etwas genauer lese, einfach, weil ich die Seite komplett zu Ende lese, bevor ich blättere. Bei Büchern, und auch bei Vollbild Webseiten neige ich gerne dazu, queer zu lesen, bisher ist mir das beim Reader noch nicht passiert. Warum auch immer. :verwirrt:

Wenn man selber lieber im Querformat liest braucht man den Oyo nur drehen, das Bild passt sich sofort an.

Einziger Kritikpunkt: Die Bibliothek. Die ist wahlweise nach Titel oder Author oder Zu letzt gelesen geordnet was an sich nicht schlecht ist, aber: Wenn ich so ein Gerät habe möchte ich selbstverständlich die vollen Kapazitäten nutzen. Heißt also, ich möchte viele Bücher drauf haben. Momentan sind etwa 500 MB belegt, mit insgesammt 620 Büchern. Und es wird schon unübersichtlich, da es noch keine Möglichkeit gibt, die Bücher in Ordnern zu verwalten. So hat meine Bibliothek momentan 119 Seiten… :ugly: Vorteil: Drückt man die Blätter-Taste mehrmals kurz hintereinander überspringt der Reader dementsprechend viele Seiten. Trotzdem ist das etwas mau. :nick:

Für mitte Januar ist bereits das nächste Firmware-Update angekündigt und ich hoffe, dass das dann besser gelöst ist. Zumal ds wohl der gängige Kritikpunkt von den meisten Nutzern ist. Immerhin kann man den Oyo auf insgesammt 34 GB Speicherplatz erweitern, da MUSS eine bessere Lösung kommen. :nick:
Zusätzlich hätte ich gerne noch die Funktion nach Titeln oder Autoren zu suchen. Innerhalb der Bücher gibt es ja bereits eine Suchfunktion, aber ich hätte die gerne auch fürs Menü.

Für Leute, die ihre Bücher eh bei Thalia kaufen lohnt sich dann sicherlich auch der Thalia-Shop. Mit dem WLAN kann man in jeder Filiale oder bei sich zu Hause direkt aus dem Shop die Bücher auf den Reader laden. Ich hab ein gratis Buch dazu geschenkt bekommen und es dauerte etwa 30 Sekunden, bis das Buch zu lesen bereit auf meinem Oyo war. Vorbildlich.

Extra Spielereien hat der Reader sonst wenig, einen Webbrowser der ganz passabel ist, (immerhin ist es WLAN fähig…) und einen Audioplayer, den ich aber noch nicht ausprobiert habe. (Und wahrscheinlich auch nicht werde, ich finde das relativ unnütz, zumal es die unheimlich lange Lebensdauer einer Akkuladung zunichte machen wird :ugly:)

Fazit: 4.5 von 5 Sternen.
Wenn die Updates noch das Ordnerproblem lösen wirds ne 5!

Natürlich nicht im Vergleich zu einem 500 Euro Reader, aber gerade zum Einstieg in die eBook Welt ist der Oyo bestens zu gebrauchen und das Preis/Leistungsverhältniss ist quasi nicht zu toppen.


Eine Nicht-Weihnachtsgeschichte

Weihnachten steht vor der Tür… Jedes Jahr wieder und dieses Jahr ist es das erste Mal, wo ich wirklich kompromisslos keinen Bock mehr auf die Feiertage habe. Und bevor sich jetzt jemand dazu berufen fühlt, den Geist der vergangenen Weihnacht zu machen 😉 mal ein Versuch einer Erklärung.

Ich komme aus einer Familie, die Weihnachten unglaublich traditionsreich gefeiert hat. Die Selben Dinge Jahr für Jahr, in so einer Tradition kann ja auch was beruhigendes liegen, nicht? Zusätzlich komme ich aus eine sehr religösen Familie für die Weihnachten auch tatsächlich immer ein sehr wichtiges religiöses Fest ist. Ich würde sogar sagen, dass dieser Aspekt überwiegend für die Weihnachtsgestaltung verantwortlich ist.

Nun, ich wohne mittlerweile mit meiner eigenen Familie allein. Ich habe gänzlich andere Werte und Vorstellungen als meine erweiterte Familie. In meiner Kindheit war Weihnachten immer eine höchst religionsbezogene Sache. Das ist mittlerweile nicht mehr so. Und in mir sträubt sich alles dagegen, jetzt einfach so zu tun als hätte es den religiösen Aspekt dieser Feiertage für mich nie gegeben und es einfach trotzdem zu feiern.  Ich seh den Sinn nicht. Und was die Familie in der ich aufgewachsen bin angeht; nunja, die gibt es seit letztem Jahr Weihnachten nicht mehr. Das letzte Weihnachtsfest war schon eine einzige, große Farce.

Um besonderes Zusammensein mit meinem Mann und den Kindern zu feiern brauch ich keinen Baum, der mir eh nur alles vollnadelt, keine nervige Deko die nur zum Staubfang da ist und die man 3 mal am Tag neu aufbauen muss aufgrund von Kleinkindern und 3 Katzen und ich brauche erst recht keine zig Personen, die sich einmal im Jahr per Weihnachtskarte melden und dann bis zum nächsten Dezember wieder vergessen werden.

Und ja, man könnte jetzt mit dem Argument kommen, dass ich mir so eine schöne Zeit davon doch nicht kaputt machen lassen sollte. Stimmt. Theoretisch. Aber im Endeffekt habe ich gar nicht das Gefühl, dass mir da jetzt was fehlt oder „kaputt“ ist. (Zumindest nicht auf das Fest bezogen, ne? ;)) Im Gegenteil, es fühlt sich beinahe wie ein Befreiungsschlag an. Ich will diese ganzen Kindheitstraditionen nicht. Ich bin mittlerweile an einem Punkt in meinem Leben, wo ich nicht mehr bereit bin irgendetwas zu tun nur, weil man es schon immer so gemacht hat. Oder weil es doch „immer sooooo schön war.“ Es gibt genug Dinge im Leben die man tun muss, bei denen man keine Wahl hat. Bräuche und Traditionen mit denen ich mich nicht mehr identifizieren kann und die mir persönlich nichts bringen gehören nicht dazu.

 

 

P.S.: Es gibt trotzdem Geschenke. Alles Andere wäre auch nicht so nett gegenüber den Kindern. Die haben groß in Holland Nikolaus gefeiert und sind happy. 😀 Und alle Anderen bekommen Post von mir.

Oh, und eine kleine Bitte: Falls mir irgendwer was schenken möchte: Keine Bücher! Zumindest keine Romane. Ich habe hier c.a. 65 Bücher liegen die ich noch lesen muss und weitere 480 EBooks auf meiner Festplatte. Sachbücher zu meinen Lieblingsthemen wären allerdings ok… 😉