So, manchmal muss man ein wenig bloggen, auch wenn man eigentlich das Bad putzen wollte…
Aber es muss ja auch mal was anderes gebloggt werden, als nur die Stöckchen, ne? Sonst wirds hier ja langweilig. Vielleicht kommt heute Abend allerdings noch eins. Ansonsten morgen.
Ich stelle immer mal wieder fest, wie sehr ich “meine” Stadt doch liebe. Ich bin natürlich ein wenig voreingenommen, denn ich wohne nun schon echt lange hier und komme aus der absoluten Pampa. (Westfälische Pampa, falls es wen interessiert…) Und Hamburg ist einfach… Nun, es hat alles. Für Halb-Stadtmenschen wie mich sowieso.
Ich bin gerne in der Innenstadt. Jetzt zu Frühlingsbeginn um die Alter zu spazieren ist ein Treum. Jetzt zu Frühlingsbeginn an der Alster entlang zu wandern, hier am Stadtrand allerdings auch. Ich liebe die Tatsache, dass mein Haus direkt am Waldrand steht und man hier Nachts maximal ein paar Insekten hören kann. Und gleichzeitig bin ich in unter 10 Minuten an der U-Bahn. Ich liebe es, dass wir hinter dem Haus eine 1800qm Wiese haben auf der die Kinder tun und lassen können was sie wollen und wir trotzdem innerhalb von 10 Minuten irgendwo zum Einkaufen sind. (Ohne Auto!) Und ich liebe es, dass ich den ganzen Comfort der Großstadt (bummeln, Starbucks und co, sämtliche Geschäfte und viele Menschen) jederzeit haben kann und wenn es mir zu viel wird ich meine 25 Minuten U-Bahn zurück fahre und einen Kilometer vor der Grenze zu Schleswig Hollstein zwischen EFHs, Wld und Feldern wohne.
Und ja, ich muss gerade ein wenig Lobeshymnen verfassen, einfach weil ich mich darüber momentan wirklich freuen kann. Das war nicht immer so und ich muss das ausnutzen.
Aber das Wetter ist heute ein Traum, ich bin nicht mehr völlig krank (auch wenn ich meinen Nacken nicht mehr bewegen kann… *aua*) und nächste Woche habe ich 4 Tage komplett frei. *whee*
Zudem beginnt der Frühling und die Lebensplanung habe ich auch endlich mal wieder in Angriff genommen. Wenn alles so klappt wie momentan geplant (drückt mir mal bitte die Daumen, dass für Davids Betreuung die Behörde mitspielt) werde ich im Oktober endlich mein heißbegehrtes Anthropologie-Studium (Schwerpunkt Rel. Wissenschaften, ne?
) anfangen… *hibbel* Dafür wühle ich mich gerade durch Bürokratie und kämpfe mit den diversen Instanzen, die mir weißmachen wollen, mein Sohn sei erst offiziell schwerbehindert wenn er 3 Jahre ist… *doh*
Vorher? Da kann sich so ein Gen-Defekt ja noch verwachsen, ne? Dass er einen Schwerbehindertenausweis und einen Rollstuhl hat sind ja wahrscheinlich auch nur “Phasen”… Kann mir mal jemand erklären, warum das deutsche Betreuungssystem so selten dämlich ist?
Notfalls schlepp ich den Kleinen zum Amtsarzt. Da kann er dann demonstrieren, dass er mit knapp 2 Jahren seiner 4-Jährigen Schwester das Puzzlen erklärt, zwei Sprachen spricht, zählen kann und auch bereits die Zahlen lesen kann. Motorisch seinen Altersgenossen weit voraus ist und somit bitteschön in eine Gruppe für Kinder ab 3 muss. So lautet der Notfallplan. Am nettesten wäre es allerdings, wenn man hier mal einsehen würde, dass ein hochintelligenter 2 Jähriger in einer Gruppe Kinder besser aufgehoben ist als allein zu Hause…
Ok, Rant Ende!
Das sind so die Dinge die gerade erledigt werden müssen. Und nächste Woche Mittwoch kommen dann Oma und Opa aus Curaçao (will auch!) wieder und nehmen die Kinderlein am Donnerstag mit in die Niederlande. Kinder freuen sich wie wild darauf und ich habe ein wenig Freizeit. Alle glücklich.
Morgen Abend schaff ich es dann nun endlich mal, mir eine Tanzvorstellung von S. anzusehen. Seit Ewigkeiten geplant, nun endlich machbar. *freu* Wird auch echt Zeit!